Vancouver

Die Metropolregion Vancouver an der Westküste von British Columbia umfasst 21 Gemeinden mit insgesamt 2,5 Millionen Einwohnern. Wer bei einem Highschool-Jahr Kanada von seiner multikulturellen Seite kennenlernen möchte, ist in Vancouver genau richtig. Greater Vancouver begeistert mit freundlichen und sicheren Orten, die Kleinstadtatmosphäre ausstrahlen und trotzdem nur wenige Fahrminuten vom pulsierenden Zentrum entfernt liegen.

Schüleraustausch Vancouver – mitten in der City

Vancouver City, die „Perle am Pazifik”, zählt zu den lebenswertesten Großstädten der Welt. Eingebettet zwischen der Küste und den Rocky Mountains, präsentiert sich die drittgrößte Stadt Kanadas sehr lebhaft und vielseitig. Von seiner architektonisch reizvollsten Seite zeigt sich Vancouver vielleicht im viktorianischen Gastown, wo es in engen Gassen zahlreiche kleine Cafés und Souvenirläden zu entdecken gibt. Exotische Gerüche wehen durch Chinatown. Kulturinteressierte finden in Vancouver eine aufregende Museumslandschaft vor. Besonders erwähnenswert sind dabei die Vancouver Art Gallery mit mehr als 8.000 Exponaten und das Museum of Anthropology, das sich unter anderem mit der Kultur der First Nations befasst.

Mit dem Stanley Park besitzt Vancouver ein weitläufiges Naherholungsgebiet.
Dass sich direkt vor den Toren der Stadt die kanadische Wildnis ausbreitet, wird bei einem Besuch im Capilano Suspension Bridge Park bewusst, der sich mitten im ursprünglichen Regenwald befindet.

Metropolregion Vancouver

Die Gemeinden im „Speckgürtel” der Metropole eigenen sich perfekt für einen Gastschulaufenthalt: Mit ihrer überschaubaren Größe erleichtern sie den Schülern die Integration in die hiesige Gemeinschaft – und ermöglichen ihnen gleichzeitig, Großstadtluft zu schnuppern und das beachtliche Kultur- und Veranstaltungsprogramm von Vancouver City zu nutzen. Die Nähe zur Natur eröffnet ganzjährig attraktive Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Vancouver Skyline aerial view
Vancouver Skyline
Colors-of-Gastown
Gastown, Vancouver

Mitten im Grünen lebt man in Burnaby, das über eine hervorragende Skytrain-Anbindung verfügt. Der Ort besitzt neben der renommierten Simon Fraser University und dem Columbia Institute of Technology auch das zweitgrößte Shopping-Center Kanadas. Rund um den 370 Meter hohen Burnaby Mountain verlaufen mehrere Trekking- und Mountainbike-Trails. Der Golfplatz gilt als „One of the Best Places to Play” in Nordamerika.
Im gebirgigen Osten schließt sich Coquitlam an Burnaby an.

 

Ganz im Süden von Greater Vancouver – an der Grenze zu den USA – zählt Delta die meisten Sonnenstunden der Region. An drei Seiten ist hier weites Farmland von Wasser umgeben. Ein Traumstrand reiht sich an den nächsten und bietet Wassersportlern ideale Bedingungen. 

 

Die 70.000 Einwohner zählende Stadt Maple Ridge im Tal des Fraser Rivers umgeben dichte Wälder. 1874 gegründet, ist der Ort im Laufe des Jahres Schauplatz zahlreicher farbenfroher Festivals.

 

Nur wenig jünger, besitzt New Westminster eine historische Bausubstanz, die bis in die Zeit des Goldrausches zurückreicht. Viktorianische Fassaden verleihen dem Ort, den etwa 30 Fahrminuten von Vancouver City trennen, seinen besonderen Charme.

Die Nachbargemeinde Surrey umschließt das malerische und künstlerisch angehauchte Seebad White Rock und lässt mit ihren gepflegten Greens die Herzen von Golfspielern höherschlagen.

 

Bequem mit der Fähre gelangt man von West Vancouver und auch von North Vancouver in das Zentrum. Schneebedeckte Gipfel bilden hier die majestätische Kulisse für weitläufige Parks und sattgrünen Wald. Mit dem Grouse Mountain und dem Mount Seymour ist North Vancouver eine empfehlenswerte Destination für Outdoor-Fans und Wintersportler.

 

Richmond, 20 Autominuten südlich der City, verteilt sich auf siebzehn Inseln im Mündungsdelta des Fraser Rivers. Hier fanden während der Olympischen Spiele 2010 die Wettbewerbe im Eisschnelllauf statt.


High Schools und Schuldistrikte in Vancouver

Vancouver Public Schools

Windermere Secondary School

Britannia Secondary School

David Thompson Secondary School

Eric Hamber Secondary School

Gladstone Secondary School

John Oliver Secondary School

Killarney Secondary School

King George Secondary School

Kitsilano Secondary School

Lord Byng Secondary School

Magee Secondary School

Point Grey Secondary School

Prince of Wales Secondary School

Sir Charles Tupper Secondary School

Sir Winston Churchill Secondary School

Templeton Secondary School

University Hill Secondary School

Vancouver Technical Secondary School

Burnaby School District

Alpha Secondary

Burnaby Central

Burnaby Mountain

Burnaby North

Burnaby South

Byrne Creek

Cariboo Hill

Moscrop

Richmond School District (SD38)

Boyd Secondary

Burnett Secondary

Cambie Secondary

A. R. MacNeill

McMath Secondary

McNair Secondary

McRoberts Secondary

Palmer Secondary

Richmond Secondary

Steveston-London Secondary

North Vancouver School District

West Vancouver Schools

Delta School District

Coquitlam School District

Coquitlam School District

Centennial Secondary

Dr. Charles Best Secondary

Gleneagle Secondary

Heritage Woods Secondary

Pinetree Secondary

Port Moody Secondary

Riverside Secondary

Terry Fox Secondary

New Westminster School District

New Westminster Secondary School





Erfahrungsbericht Vancouver von Flora
Magee Secondary School, Vancouver School Board

 

Mein elftes Schuljahr habe ich in Vancouver, B.C. im Südwesten Kanadas verbracht.

Eine Freundin von mir hatte ihr Auslandsjahr dort verbracht und viel davon geschwärmt, und da ich sowieso nach Kanada wollte, beschloss ich also, nach Vancouver zu gehen.

Besagte Freundin empfahl mir ihre Organisation mit dem Namen Breidenbach Education und nach einem kurzen Gespräch bei einer Messe zum Thema Auslandsjahr, die in diesem Jahr im St. Ursula Gymnasium stattfand, entschied ich mich schnell dafür, mein Auslandsjahr von Frau Breidenbach organisieren zu lassen.

Mit der Betreuung war ich während der ganzen Zeit sehr zufrieden. Frau Breidenbach kam zu mir nach Hause um persönlich alles mit mir zu besprechen und mit mir gemeinsam eine für mich passende Schule auszusuchen. Auch danach hat sie mich mit allem versorgt, was ich brauchte, z.B. um meine Study Permit zu beantragen, aber auch mit Vokabellisten für die unterschiedlichen Fächern und einem Überblick über Sittenunterschiede zwischen Kanada und Deutschland. Bei einem Vortreffen mit allen künftigen „Ausländern“ wurde dann nochmal alles ausführlich besprochen und alle Fragen beantwortet. Auch während meiner Zeit konnte ich mich mit Fragen an Frau Breidenbach wenden, einmal hat sie uns sogar in Vancouver besucht. 

 

Ich habe mich für die Magee Secondary School in Vancouver entschieden. Die Schule hat ein sehr gutes Fächerangebot und ist, nachdem sie im Jahr 2000 komplett erneuert wurde, wohl die modernste Schule in Vancouver. Ich war überrascht von dem im Vergleich zu deutschen Verhältnissen riesigen Fächerangebot: Neben „normalen“ Kursen wie Mathe, Englisch, etc., wurden auch Kurse wie Drama, Musical, Psychology und sogar Cooking angeboten.

Ich persönlich habe versucht, neben den notwendigen Fächern auch ein paar Fächer zu wählen, die ich wohl sonst nie hätte wählen können, wie z.B. Drama und Psychology.

Diese sogenannten „Electives“ haben mir sehr gut gefallen, und obwohl ich noch keine Vorkenntnisse in einem dieser weniger akademischen Kurse hatte, habe ich mich überall gut eingefunden. Auch die anderen Kurse waren nicht zu schwer, im Rückblick hätte ich aber wohl lieber ein paar schwerere Levels gewählt. Ich hatte zum Beispiel Principles of Math 11 und jetzt, da ich wieder hier bin und sehe, wie viel ich verpasst habe, wäre ich vielleicht mit Mathe 12 und auch Chemie 12 besser vorbereitet gewesen. 

Das Schulsystem in Kanada unterscheidet sich in einigem von dem in Deutschland: Der Schultag begann bei uns um 8.30 Uhr und Schulschluss war für alle um 15.15 Uhr. 

Wir hatten jeden Tag 4 sogenannte „blocks“ à jeweils 80 Minuten, jeden zweiten Tag in der gleichen Fächerkombination, sodass man z.B. Montags vier Fächer hatte, Dienstags dann die anderen vier, und Mittwochs wieder die gleiche Kombination wie Montags, und so weiter.

Zwischen dem 2. und 3. Block war eine Stunde Lunch, in der wir entweder unsere mitgebrachten Lunches essen, etwas in der Cafeteria kaufen, oder aber auch raus gehen und in einem der umliegenden Restaurants und Cafés in unserem Stadtteil Kerrisdale etwas essen konnten.

Ich wurde von Mitschülern wie auch von meinen Lehrern sehr freundlich und herzlich empfangen. Generell sind die Lehrer besser über ihre Schüler informiert, erkundigen sich, erzählen aber auch mehr über sich selbst als die Lehrer in Deutschland es meist tun. 

Ich war an meiner Schule mit noch sieben anderen Deutschen, mit denen ich am Anfang viel zusammen war, wovon ich aber auf jeden Fall abraten würde! Zwar haben sich mit meinen Mitdeutschen auch gute Freundschaften entwickelt. Aber es erschwert doch die Kontaktaufnahme mit den Kanadiern, wenn man viel mit Gleichsprachigen zusammen hängt.

Trotz der vielen Deutschen hatte ich aber relativ schnell guten Kontakt mit meinen Mitschülern, die mich rumzeigten, allen vorstellten und stets hilfsbereit waren.

Nach einer Weile hatte ich dann auch einen festen kanadischen Freundeskreis, mit dem ich meine Lunch hours, Nachmittage und Wochenenden verbrachte, und mit denen ich immer noch in Kontakt bin. Es ist wirklich erstaunlich, wenn man miterlebt, wie aus Fremden innerhalb der kurzen Zeit eines Jahres wirklich gute Freunden werden können. Diese Erfahrung würde ich auf jeden Fall zu einer der schönsten dieses ganzen Jahres zählen!

Mit meiner Gastfamilie hatte ich unglaubliches Glück. Schon Mitte März bekam ich eine Mail von meiner Gastmutter mit Fotos von ihr, ihrem Mann, und meinen zwei kleinen Gastschwestern. Von Anfang an habe ich mich bei ihnen total zu Hause gefühlt. Meine Gasteltern haben alles getan, um mir das Einleben zu erleichtern, gleich zu Anfang ist meine Gastfamilie mit mir und ihrer eigenen Verwandtschaft für eine paar Tage in den Urlaub in den Norden Kanadas gefahren, sodass wir uns direkt richtig gut kennenlernen konnten. Meine zwei (inzwischen sind es drei) kleinen Gastschwestern sind inzwischen wie meine eigenen Schwestern für mich, und obwohl meine Gasteltern mich nie darum gebeten hätten, habe ich sehr viel Zeit mit den beiden verbracht. 

Meine Gastfamilie hat ungefähr eine halbe Stunde von Downtown Vancouver und etwa zwanzig Minuten Busfahrt von meiner Schule entfernt gewohnt. Es fahren aber überall Busse, und das Transit System ist sehr leicht verständlich, da Vancouver schachbrettförmig angelegt ist. Man kann sich also wirklich nur sehr schwer verirren!

Zuhause hatte ich mein eigenes Zimmer, nebenan war noch ein Zimmer, in dem auch immer noch eine Studentin oder Schülerin gewohnt hat, allerdings nie High School students. Meine Gasteltern und –schwestern haben im Erdgeschoss gewohnt. Dort hatte ich auch ein Bad, das ich mir mit meinen Gastschwestern geteilt habe.

Meine Schule hatte viele Sportteams und Clubs, die nach der Schule stattfanden. Ich war Mitglied im Ski- and Snowboard Club. Wir waren eine Gruppe von etwa vierzig Leuten, betreut von vier Lehrern. Wir sind während der Wintermonate jeden Monat für einen Tag nach Whistler gefahren zum Skilaufen und Snowboarden. Auch wenn man nicht in einem Club ist, bietet Vancouver tolle Möglichkeiten, da es drei Ski Berge gibt, die alle mit Bus und ‚Seabus‘ leicht und schnell zu erreichen sind.

Ich habe einen Ausflug mit den anderen Austauschschülern, betreut vom Schoolboard, nach Victoria gemacht. Ansonsten bin ich ab und zu mit Freunden übers Wochenende ins Umland gefahren. Dies waren oft Freunde außerhalb der Schule, die ich über meine Gasteltern, aus der Kirche, die ich mit meiner Gastfamilie besucht habe, oder einfach aus der Nachbarschaft kannte. 

Man lernt aber generell viele Leute kennen, die nicht auf die eigene Schule gehen. Zumindest war es bei meinen Schulfreunden so. Denn viele Leute haben auch außerhalb der Schule einen großen Freundeskreis, in den man dann eingeführt wird.

Ich kann sagen, dass ich mit meinem Auslandsjahr sehr zufrieden war! Meine Erwartungen wurden erfüllt und selbst wenn es manchmal Schwierigkeiten (andere Sitten, anfängliche Probleme ECHTE Freunde zu finden, Heimweh, etc.) gab, haben doch auf jedes Tief auch wieder jede Menge Hochs gefolgt. Es ist toll, zu sehen, wie eigenständig man leben kann und dass man sich auch so weit weg von der Heimat zu Hause fühlen kann. Ich würde es jederzeit wieder machen und empfehle jedem, diese Chance wahrzunehmen!

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